Jürgen  Beineke
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Homepage eines zornigen Bürgers


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Blog

 Established: 15. April 2018


Mithilfe dieses Blogs werde ich

mich in das politische Tagesgeschehen einmischen und

u. a. meine Post an exponierte Politiker und Medienmitarbeiter, auch Repräsentanten des öffentlichen Lebens, denen ich nach entsprechender Agitation durch sie Protestbriefe mit handfester Begründung zugesandt habe, veröffentlichen.

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Blog-Inhaltsverzeichnis 2018

2018-05-20

»Die Welt ist keine globale Gemeinschaft, sondern eine Arena«

Das Zitat des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, war für Henrik Müller die Grundlage für zwei Kolumnen, nämlich bei SPIEGEL ONLINE und manager-magazin.de.

Henrik Müller ist Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Technischen Universität Dortmund. Zuvor arbeitete der promovierte Volkswirt als Vizechefredakteur des manager magazin. Außerdem ist Müller Autor zahlreicher Bücher zu wirtschafts- und währungspolitischen Themen. Für SPIEGEL ONLINE gibt er jede Woche einen pointierten Ausblick auf die wichtigsten Wirtschaftsereignisse der Woche. (Vita lt. SPIEGEL ONLINE)
 
Seine abenteuerliche These:
 
»Arena-Denken des 19. Jahrhunderts führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Weltkriegen und zum Zusammenbruch der weltwirtschaftlichen Integration.
Als Reaktion auf dieses Desaster entstand nach 1945 eine internationale Ordnung, getragen von starken internationalen Institutionen: Uno, Weltbank, Währungsfonds, das Welthandelsabkommen Gatt und sein Nachfolger WTO, um nur die wichtigsten zu nennen. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen sich immer mehr Länder solchen Institutionen an. Maßgeblich gestützt wurden sie von den USA - nicht aus Altruismus, sondern aus langfristigem Eigeninteresse. Jetzt ist diese Ordnung in Auflösung. Schuld daran ist nicht allein Donald Trump, aber er beschleunigt den Verfall.«

 
Diesem Märchen bin ich mit folgender Email vom heutigen Tage an ihn  begegnet:

From: j.beineke@t-online.de
Sent: Sunday, May 20, 2018 6:18 PM
To: Müller Henrik Prof.
Subject: Ihre Kolumnen vom 20. Mai 2018 bei SPIEGEL ONLINE & manager-magazin.de
 
1. SPIEGEL ONLINE:
Neue Weltordnung
Donaldisten aller Länder, vereinigt euch!
 
2. manager-magazine.de
Drohungen, Spektakel - und niemand regiert
Die Welt als Kampfbahn - Trumps neue Weltordnung
 
 
»”Die Welt ist keine globale Gemeinschaft, sondern eine Arena”, so hat es Donald Trump formuliert. Das letzte Mal, als die globalen Mächte so handelten, gab es zweimal Krieg.
Es waren harte Worte, sie klangen seltsam gestrig, und sie vermittelten einen Eindruck vom außenpolitischen Denken Donald Trumps. “Die Welt ist keine globale Gemeinschaft, sondern eine Arena”, teilte er mit. Eine Arena, in der harte Konkurrenz herrsche. Nationen, Unternehmen und andere Nichtregierungsakteure stünden dort im Wettbewerb, um Vorteile zu erringen. Dies sei die “elementare Natur der internationalen Beziehungen, und wir befürworten das”.
Die Welt als Arena - das ist ein eigentümliches Bild.«
 
 
 
Sehr geehrter Professor Henrik Müller,
 
was ist an diesem Bild eigentlich auszusetzen? Arena als Metapher im Sinne von Platz für Wettkämpfe und Vorführungen, Sportplatz, Manege, wo es nach verbindlichen Regelwerken zugeht. – Ein Ausdruck, der mir insofern sehr sympathisch ist, als es dort unter normalen Umständen keine Todesopfer geben sollte.
 
Das ist meiner Meinung nach nicht zu beanstanden, doch Sie polemisieren dagegen – und das gleich in zwei Blättern, wovon uns mindestens eines in der Vergangenheit die Geschichte von den guten Bomben und den schlechten Bomben erklärt hat.
 
»Arena-Denken des 19. Jahrhunderts führte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den Weltkriegen und zum Zusammenbruch der weltwirtschaftlichen Integration.
Als Reaktion auf dieses Desaster entstand nach 1945 eine internationale Ordnung, getragen von starken internationalen Institutionen: Uno, Weltbank, Währungsfonds, das Welthandelsabkommen Gatt und sein Nachfolger WTO, um nur die wichtigsten zu nennen. Im Laufe der Jahrzehnte schlossen sich immer mehr Länder solchen Institutionen an. Maßgeblich gestützt wurden sie von den USA - nicht aus Altruismus, sondern aus langfristigem Eigeninteresse.
Jetzt ist diese Ordnung in Auflösung. Schuld daran ist nicht allein Donald Trump, aber er beschleunigt den Verfall.«

 
„Jetzt ist diese Ordnung in Auflösung. Schuld daran ist nicht allein Donald Trump“ – wie wahr!
 
Schuld daran ist vor allem die vielgepriesene „westliche Wertegemeinschaft“, die das Ergebnis einer pathologisch/amnestischen Geschichtsinterpretation darstellt. Das sollten Sie nicht unerwähnt lassen. Diese „westliche Wertegemeinschaft“ hat sich längst zu einem supranationalen Angriffsbündnis entwickelt, das sich insbesondere nach dem Rückzug Sowjetrusslands 1990/1991 aus den 15 sowjetischen Unionsrepubliken aggressiv in die muslimische Welt hineinfraß und mit der maßlosen Ausdehnung des EU-/NATO-Territoriums zur Bedrohung Russlands wurde. – Und immer unter Umgehung vom Regelwerk der von Ihnen so gepriesenen Institutionen. Der Regelverstoß als politischer Alltag.
 
Schon vergessen: 2003 begannen sie den Irakkrieg, der bis Ende 2011 mindestens 110.000 getötete Zivilisten forderte. Die US-Amerikaner organisierten nach einem inszenierten Lügenauftritt mit Colin Luther Powell im Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen am 5. Februar 2003 unter Beteiligung von nahezu 50 westlichen Staaten völlig gegen Völkerrecht eine „Coalition Of The Willing“ und fielen völkerrechtswidrig in den Irak ein. Der UN-Sicherheitsrat hatte seine Einwilligung für einen solchen Überfall gerade zuvor abgelehnt. Zahlreiche Staaten dieser Koalition wollen heute an ihre Schandtat nicht mehr erinnert werden. Mit dabei auch folgende EU-Staaten: Bulgarien, Dänemark, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.
 
Zuvor war selbstverständlich und verkommener Weise auch Deutschland mit im Boot: Gerhard Schröder, Rudolf Scharping und der grüne Taxichauffeur Joschka Fischer, der uns heute noch sein dummes Zeug erklärt, sie gehören dem Internationalen Gerichtshof in den Haag überstellt.
Die Drei haben die Beteiligung am völkerrechtswidrigen Kosovokrieg betrieben, wodurch erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder deutsche Soldaten an einem Krieg beteiligt waren. Ein Novum, das unrühmlicher nicht sein könnte. – 
Sie organisierten den deutschen Tabubruch und wurden so zu Wegbereitern zukünftiger völkerrechtswidriger Angriffskriege unterschiedlicher „Coalitions Of The Willing“ der westlichen Wertegemeinschaft!
 
Es war die NATO mit ihrer „Führungsmacht USA“ die nach dem Zweiten Weltkrieg Maßstäbe für menschenverachtende Bombardierungen setzte. Angefangen vom großflächig eingesetzten Agent Orange in Südvietnam, das der zynischen Propaganda nach nur der Entlaubung diente, über Uranmunition, Clusterbomben und die Zerstörung chemischer Einrichtungen im Jugoslawienkrieg. Bis zu Phosphorbomben im irakischen Falludscha gegen Rebellen und Zivilisten. Die USA haben auch im Irakkrieg zum Abschlachten der dortigen Bevölkerung Uranmunition eingesetzt, wie zudem auch in dem angezettelten „Bürgerkrieg“ in Syrien.
 
Es sind die NATO-Länder, die seit 1945 am meisten illegale Kriege geführt haben. Zum Beispiel die völkerrechtswidrige Bombardierung von Serbien 1999 ohne UNO-Mandat, an der sich auch Deutschland beteiligte. Oder der illegale Angriff der USA auf Vietnam 1964. Oder der illegale Angriff der Briten und Franzosen zusammen mit den Israelis auf Ägypten 1956.
 
Weil aber gleichzeitig drei NATO-Staaten, also die USA, Frankreich und Großbritannien, im UNO-Sicherheitsrat einen ständigen Sitz mit Vetorecht haben, wurden sie praktisch nie verurteilt. Nur einmal, nämlich 1986, wurde das mächtigste NATO-Mitglied USA wegen des illegalen Krieges gegen Nicaragua vom Internationalen Gerichtshof der UNO in Den Haag verurteilt, was Präsident Ronald Reagan veranlasste, das Urteil zu ignorieren und damit die Machtlosigkeit der UNO manifestierte, ihren Schuldspruch oder gar Reparationszahlungen durchzusetzen.
 
Die „westliche Wertegemeinschaft“ selbst hat sich längst zu einem supranationalen Angriffsbündnis entwickelt, das mal als NATO, mal als Coalition Of The Willing, augenblicklich als Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat auftritt – sich um internationale Regeln nicht schert.
 
Die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat aus annähernd 70 Staaten, hat diesen angezettelten Bürgerkrieg in Syrien seit September 2014 völkerrechtswidrig internationalisiert und hoch dramatisiert, längst, bevor Russland im September 2015 militärisch in diesen Vielfrontenkrieg eingriff.
 
Ihrer Märchenerzählung möchte ich meine Zusammenfassung westlichen Handelns nach dem Niedergang der Sowjetunion entgegenhalten:
 
Kosovo, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien mit einer Bilanz dieser westlichen, zumeist völkerrechtswidrigen Interventionskriege von mittlerweile 1,5 Millionen Menschenleben und zig-Millionen Flüchtlingen ist die obszöne Reputation, die sich mit der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ verbindet, die mal als NATO, mal als Coalition Of The Willing, mal als Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat Staaten überfällt.
 
Und das alles, lange bevor Donald Trump in der Politik auftauchte. – Ich möchte leiden, in der Welt ginge es zu, wie in einer Arena – ohne verkommene Kriege und Massenvertreibung, die Sie so schön kaschierend „Migrationsbewegungen“ nennen.
 
Interessant im Übrigen Ihre ursprünglichen Arbeitstitel, die durch die aktuellen Internetadressen dieser beiden Beiträge ersichtlich sind. – Trump-Bashing ist ja so schön en vogue.
 
 
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Beineke
 
 
P.S.: Ich erlaube mir, diese Post an Sie auf meiner persönlichen Homepage und in öffentlichen Politikforen zu verwenden.

Admin - 17:26:20 @

 

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